Ystegårn – Deutsch

Ystegårn ist ein altes Bauernhaus in Hillsta (Hälsingland) 15 km enfernt von Hudiksvall. Ystegårn ist zwar keines der sieben weltbekannten alten Bauernhäuser von Hälsingland, dafür aber ein wunderschöner und mystischer Ort. Für Ystegårn ist die Zeit stehengeblieben. Da das Gut nicht aufgeteilt und an nachfolgende Generationen übergeben wurde, ist sehr großer Anteil des Hofes erhalten geblieben. Besucher und Touristen bekommen hier eine Vorstellung von dem Leben auf dem alten Bauernhof. Aus diesem Grund hat Ystegårn immer Neugier und Interesse weit über die Grenzen von Hälsingland geweckt.

Ein Baustil von vier Gebäuden die den rechteckigen Hof umgeben, hat eine lange Tradition in ganz Nordschweden. In Hälsingland war dies wahrscheinlich die meist verbreitete Art von Bauernhof des späten 18. Jahrhunderts. Heutzutage gibt es nur noch ein paar solcher Höfe. Einer von ihnen ist Ystegårn. Nach Landaufteilungsreformen wurden die Höfe aus den Dörfern herausgezogen. Zudem wurde es immer üblicher, eines oder mehrere der Gebäude rund um den Hof einzureißen, um Licht und Luft hereinzulassen um den Charakter eines herrschaftlichen Hauses zu schaffen.

Ystegårn hatte ihre Blütezeit um die Jahrhundert Wende vor etwa 200 Jahren. Zu jener Zeit entstand über 30 Jahre hinweg die gegenwärtige Gestalt des Hofes. Eine zusätzliche Etage wurde der niedrigen Doppelhütte hinzugefügt, das Haus wurde verlängert und die alte Scheune wurde flussabwärts durch ein neues Gebäude ersetzt. Der Hauptgebäude, die Hütte, die Brauerei, die Tenne und der Kuhstall wurden in einem Rechteck mit Toren angelegt.

In 60-er und 70-er Jahren wurden an dem Hof beträchtliche Renovierungsarbeiten durchgeführt, wodurch sein Aussehen in seiner Blütezeit zu Beginn des 19. Jahrhundert wiederherstellt wurde.

Die wunderschönen Türen der Gebäude in Ystegårn waren so charakteristisch für die Höfe in der Gemeinde Forsa, dass sie bis heute als Türen in Forsa-Stil bezeichnet werden. Auf Ystegårn sind hiervon zwei erhalten; zwei wurden von Jöns Månsson, eine von Jonas Lusth angefertigt. Die Äußentüren in Rokokostil konnten sich nur die wohlhabendsten Leute in der Pfarrei leisten. Auf vielen anderen Höfen haben die Türen die Zeitprobe nicht bestanden, was Ystegårn einzigartig macht.

Jöns Månson war ein begabter Maler und ist bekannt als der Rosenmaler. Die Einwohner von Forsa bestellten bei ihm als Geschenke und Hochzeitspräsente Schränke, Kommoden, Kisten, Löffel und Fässchen. Jonas Lusth stellte Bogensofas her die weiterhin Sofas von Forsa gennant werden.

Viele Touristen sehen den Hof in Ystegårn als eine der schönsten Übernachtungsmöglichkeiten in der Gegend. Die Hütte ist farbenfroh und schlicht zugleich. Die orange Farbe an den Wänden und die eingerahmte Decke schaffen eine gemütliche Atmosphäre, die den Gästen nicht verborgen bleibt. Man sagt, dass prominente Gästen gerne dort übernachten. Im Ystegårn fanden große Feste statt, die mehrere Tage dauerten, und der Hof wurde auch für die Gemeindeversammlungen genutzt.

Ystegårn wurde 1999 zu einem Denkmal erklärt. Besitzer der Gebäude ist das Non-Profit- Unternehmen Hillsta Gård AB, die Stiftung Ystegårn i Hillsta ist verantwortlich für die Innenausstattung.

Ystegårn hat im Sommer täglich geöffnet. Für weitere Informationen und Reservierung während der anderen Jahreszeiten, setzen Sie sich bitte mit uns direkt in Verbindung.